Holocaust-Gedenktag an der Willi-Fährmann-Gesamtschule

Erinnerungen der Zeitzeugin Eva Weyl im Mittelpunkt

Am 27. Januar 2026, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, richtet die Willi-Fährmann-Gesamtschule Xanten eine Gedenkveranstaltung um 17.00 Uhr in ihrer Mensa aus. Unter der Verantwortung von SchulleiterJörg Bröscher und eines engagierten Kollegiums wird ein vielseitiges Programm gestaltet, das die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhält und zugleich den Blick auf Verantwortung und gesellschaftliches Handeln in der Gegenwart richtet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Erfahrungen der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl, die regelmäßig an der Willi-Fährmann-Gesamtschule zu Gast ist und zu einem weiteren Besuch erwartet wird. Eva Weyl ist Jüdin und überlebte als Kind die Verfolgung durch die Nationalsozialisten im Exil. Seit vielen Jahren engagiert sie sich als Zeitzeugin in der Bildungsarbeit und berichtet insbesondere jungen Menschen von ihren Erinnerungen an Ausgrenzung, Flucht und Überleben. 

Am Gedenktag wird ein Video ihres ersten Besuchs an der Schule gezeigt. Die filmischen Eindrücke ermöglichen es, die persönliche Begegnung mit der Zeitzeugin noch einmal aufzugreifen und zu vertiefen. Schülerinnen und Schüler begleiten die Videopräsentation mit eigenen Beiträgen und berichten von ihren Eindrücken aus dem gemeinsamen Projekttag mit Eva Weyl. 

Die Gedenkveranstaltung lebt insbesondere von der aktiven Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. In Wortbeiträgen berichten sie von ihrem Besuch der KZ-Gedenkstätte Ausschwitz und schildern die Eindrücke, Fragen und Gedanken, die diese Erfahrung ausgelöst hat. Vor einer gestalteten Fotowand lesen Schülerinnen und Schüler ausgewählte Zeitzeugenausschnitte und verleihen den historischen Stimmen eine hörbare Präsenz. Ergänzt wird das Programm durch eine Fotoausstellung, die sich mit Erinnerungskultur, Stolpersteinen und den schulischen „Tagen der Vielfalt“ auseinandersetzt und den Bezug zwischen historischer Verantwortung und heutiger Gesellschaft herstellt. 

Ein musikalisches Begleitprogramm, gestaltet  durch  Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Schule, verleiht der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.   

Im Rahmen eines Galerieformats haben die Gäste die Möglichkeit, sich individuell mit den ausgestellten Beiträgen auseinanderzusetzen.  Eine Kerzeninstallation setzt ein sichtbares Zeichen des stillen Gedenkens. 

Mit der Gedenkfeier lädt die Willi-Fährmann-Gesamtschule neben der Schulgemeinschaft auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie der lokalen Öffentlichkeit ein. Die Schule versteht die Veranstaltung als Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur und als klares Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit.