Gedenktafel in Marienbaum zum wiederholten Male geschwärzt

Im November 2024 haben wir als Propsteigemeinde St. Viktor Xanten an der bistumsweiten Aktion zur Erinnerung an den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche im Bistum Münster teilgenommen. Hierfür wurde vor der Wallfahrtskirche Marienbaum eine Trauer-Blutbuche gepflanzt. „Sie soll ein lebendiges und markantes Zeichen sein, dass den Sinn schärft für das Leid der Betroffenen.“, heißt es in der Beschreibung der Aktion des Bistums. Mit der Pflanzung der Bäume wurde einem Vorschlag der AG Erinnerungskultur, der auch Betroffene angehören, gefolgt. Am Baum wurde eine Gedenktafel angebracht, die auf diese Aktion hinweist. Die AG Erinnerungskultur hat den Text dieser Tafel erarbeitet.

Nun wurde diese Gedenktafel erneut mit schwarzer Lackfarbe unleserlich gemacht. Diese wiederholte Handlung erschüttert uns als Seelsorgeteam der Propsteigemeinde zutiefst. Was bewegt jemanden dazu, ein Zeichen des Gedenkens und der Solidarität mit Betroffenen zu zerstören? Welche Botschaft soll damit gesendet werden – und an wen? Ist es Ablehnung, Provokation, Schmerz, Unverständnis? Wir wissen es nicht. Und gerade diese Unklarheit macht uns betroffen und nachdenklich.
Wir möchten die Gründe verstehen. Propst Stefan Notz ist offen für ein Gespräch – in der Hoffnung, Hintergründe zu erfahren und gemeinsam Wege zu finden, mit dieser Situation umzugehen.

Wer sich nicht direkt an Propst Stefan Notz wenden möchte, kann sich gerne auch an unsere unabhängigen Präventionsbeauftragten der Propsteigemeinde oder des Bistums Münster wenden. Die Kontaktdaten finden Sie hier.